Chronik - Werdegang der Damenmannschaft

Am 1.Mai 1988 beginnt die Eisstock-Ära der Damen ....
Nach einigen Ortsmeisterschaften und ziellosem Stockschiessen auf der Asphaltbahn hinter der Schule in Engelsberg beschlossen Marianne Feichtner, Gertraud Wagner, Katharina Wimmer, Maria Feig und Grete Schröck es einmal ernsthaft mit dem Eisstockschiessen zu versuchen.
"Ihr braucht nur einmal im Jahr zu schiessen" war damals die Aussage von Abteilungsleiter Rudolf Moser.
"Alles klar", dachten die Mädels, "wir probieren 's!"
Der erste Auftritt der Engelsberger Damenmannschaft war am 1. Mai 1988 beim Kreispokal in Ruhpolding. Von Spielregeln keine Ahnung versuchten Marianne, Gertraud, Kathi und Maria ihr Glück beim schiessen, während Grete als 5. Frau brav mit dem Plattenkorb der Mannschaft nicht von der Seite wich, Bahn rauf, Bahn runter ... bis das Turnier mit einem mageren Unentschieden beendet war. Die Entäuschung war damals groß, aber die fünf gaben nicht auf.
Ein Trainer mußte her, da waren sich alle einig. Dieser war schnell gefunden - sein Name: Franz Wöcherl.
Die ersten Trainingsstunden im Eisstadion Trostberg beschränkten sich auf's Maßen. Die eine Bahn rauf - die nächste runter. So ging es eine zeitlang, bis es Marianne zu langweilig wurde. Sie machte den Vorschlag doch mal auf einen Stock zu schiessen. Das hat nicht in Franz' Konzept gepasst - er wollte die Mannschaft ganz nach oben bringen.
Im Dezember 1988 war es endlich so weit. Beim Damentunier in Burgkirchen wurde sie 2.
Ab jetzt ging es nur noch bergauf.
Jedes Jahr konnte der Aufstieg in die nächste höhere Klasse gefeiert werden, bis sie 1995 in der Bundesliga ankamen.
Den erste große Erfolg deutschlandweit konnten sie am 17./18. Oktober 1992 in Berchtesgaden verbuchen. Ein 3. Platz beim Deutschen Pokal war die Belohnung für das harte Training und so manche Träne.
Bei der Deutschen Meisterschaft am 3./4. Februar 1995 in Mittertaich haben sie den 5. Platz mit 20:12 Punkten erreicht.
"Einmal die Deutsche Meisterschaft gewinnen", so träumten sie. Am 29./30 Januar 1999 in Bremen war es endlich so weit. Nach einem nervenaufreibenden Finale gegen den EC Passau-Neustift konnte sich die Mannschaft Deutscher Meister nennen. Für Marianne Feichtner, Gertraud Wagner, Maria Feig, Kathi Wimmer, Gerti Haider und Annemarie Schwoshuber war ein Traum in Erfüllung gegangen.
Auch Franz Wöcherl hatte sein Ziel erreicht - er hatte die Engelsberger Damenmannschaft ganz nach oben geführt. Er verabschiedete sich als Trainer.
Dann kam Rosi Perschl, jetzt Kiermaier, zur Engelsberger Damenmannschaft. Ihr erstes Turnier bestritt sie am 12. Dezember 1999 in Burgkirchen.
Auch Resi Karl hat ihre Liebe zum Eisstocksport entdeckt. Am 13. Juli 2002 gab sie ihre Eisstockpremiere.
Marina Dunstmair - die in der Jugendmannschaft durch ihre sportlichen Erfolge aufgefallen war - entschied sich am 11. November 2002 beim Bezirkspokal in Waldkraiburg sich zur manchmal etwas chaotischen Mannschaft zu gesellen.
Die Deutsche Meisterschaft kann doch nicht mehr überboten werden, glaubten fast alle.
Doch die Überraschung kam beim Europacup im November 2005 in Füssen.
Marianne, Gertraud, Kathi, Marina, Rosi und Resi konnten das schon fast verloren geglaubte Finale gegen die ESG Füssen doch noch für sich entscheiden und setzten sich somit die internationale Eisstock-Krone auf.
Im Sommer 2006 schaute Valeska Lackner beim Training vorbei und fand Gefallen an diesem Sport. Auch sie merkte schnell, dass nicht alles so spielerisch ist, wie es von aussen den Anschein hat.
In der Sommersaison werden hauptsächlich Freundschaftsturniere bestritten, im Winter geht's dann wieder zur Sache. 2006 wurde bei Deutschen Pokal der 2. Platz, 2007 der 1. Platz erreicht. Der Europacup verlief in den beiden Jahren nicht ganz so erfolgreich, aber immerhin, man war dabei.
Nach längerer Zeit traten die Damen im Sommer 2008 wieder einmal beim Bezirkspokal an und qualifizierten sich mit einem 5. Platz für den Bayernpokal. Hier holten sie Silber, beim Deutschen Pokal wurden sie 5.
Zur Wintersaison 2008/2009 stiessen Elfriede und Melanie Bachinger aus Bergen zur Mannschaft. Im Frühjahr beendeten Elfriede und Melanie ihr Gastspiel in Engelsberg wieder, dafür kam die Kaderspielerin Ulrike Lachenmayer aus Füssen zu uns.
Bettina Gründl trainierte bereits im Sommer 2010 mit den etablierten Damen mit. Auch Maria Kiermaier entschloss sich nach längerer Abstinenz wieder, das Training bei den Stockschützen aufzunehmen. Neu aus Seeon stieß Patricia Freiwang zu uns. Zum Einstand holte sie mit Marina, Ulli, Kathi und Resi die Silbermedaille beim Deutschen Pokal.
Beim Europacup in Jesenice (SLO) erreichten die Mädels den 4. Platz.
Maria Kiermaier entschloss bereits nach dem Winter 2010/2011 sich wieder anderen Hobbies zu widmen.
Der Rest der Truppe (Marina, Rosi, Bettina, Resi, Ulli und Patricia) kämpfte tapfer weiter. Im Sommer 2011 stieg die Damenmannschaft nach längerer Zeit wieder in das Ligageschehen ein und schaffte auf Anhieb den Aufstieg in die Bezirksliga. Auch im Pokal blieben die Erfolge nicht aus. Highlight war der 2. Platz beim Bayernpokal in Kühbach.
Im Winter 11/12 schaffte man zum wiederholten Male die Qualifikation zum Deutschen Pokal.
Die Höhepunkte im Sommer 2012 waren der Aufstieg in die Bezirksoberliga mit dem sagenhaften Ergebnis von 24:0 Punkten und einer Stocknote von 4,848, und der Gewinn des Bayernpokals.
Im Winter 12/13 sicherte sich die Mannschaft souverän den 1. Platz. Nach der Wintersaison entschloss sich Patricia Freiwang vorerst zu pausieren und keine Turniere für den TuS Engelsberg zu besteiten.
Nach nunmehr 4 Jahren beim TuS Engelsberg verläßt Ulrike Lachenmayer den Verein wieder.
In der Bezirksoberliga erreichten die Mädels den 3. Platz und verpassten den Aufstieg um 0,014 Stockpunkte. Im Winter klappte es nicht so gut. Gerne hätten wir das 20jährige Bundesligajubiläum gefeiert - aber leiden schafften wir den Klassenerhalt nicht.
Nach der Wintersaison 2013/14 beschließt auch Rosi Kiermaier ihre Karriere beim TuS Engelsberg zu beendet und steht der Damenmannschaft nicht mehr zur Verfügung.
Die Wintersaison krönt die Mixedmannschaft mit Marina Dunstmair, Bettina Gründl, Resi Karl, Georg Donislreiter, Norbert und Klaus Kiermaier mit den Gewinn der Deutschen Meisterschaft
Im Sommer 2015 verpassen Marina Dunstmair, Bettina Gründl, Valeska Lackner, Resi Karl und Birgit Pichler mit dem 3. Platz wiederum nur knapp den Aufstieg in die Landesliga.
Die Wintersaison 2015/2016 ging mit einem 6. Platz beim Deutschen Pokal in Regen schon mal ganz gut los. Der Kreispokal wurde gewonnen und der 3. Platz beim Bezirkspokal sicherte die Teilnahme am Bayernpokal. Die vorläufige Krönung schafften Marina Dunstmair, Bettina Gründl, Resi Karl und Valeska Lackner jedoch mit dem Aufstieg in die erste Bundesliga am 10. Januar 16 in Dorfen.
Am 05.03.16 gelang der Mixedmannschaft mit Marina Dunstmair, Bettina Gründl, Georg Donislreiter, Norbert und Klaus Kiermaier die erfolgreiche Titelverteidigung bei der Deutschen Meisterschaft in Stuttgart
Ab der Sommersaison 2016 verstärkt Doris Schubert die Damenmannschaft.